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// 05.03.2019
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Leder - Mittelalter - Hobby
| punzieren |
Autor: Yvonne (212.144.75.---)
Datum: 06.04.26 00:23
Ich möchte gerne das Punzieren beginnen, Werkzeuge habe ich auch schon; nur weiß ich nicht genau, welches Leder sich dazu eignet oder wie dick es sein kann oder darf. Gibt es auch Sorten, die sich partout gar nicht dafür eignen? Wie gehe ich beim Punzieren am besten vor? Ich habe einigen Respekt vor dem Anfeuchten und vor dem Einschneiden des Leders....
Außerdem möchte ich gerne ein Buch mit Leder einbinden, das würde ich vorher auch gerne punzieren, aber dazu müßte ich ja ein sehr dünnes Leder verwenden, oder?
Vielen Dank!
Yvonne
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| Re: punzieren |
Autor: Detlef Wilhelm (145.253.97.---)
Datum: 06.04.26 00:23
Hallo Ivonne,
die Antwort kommt zwar sehr spät, aber leider bin ich erst jetzt auf Deine Frage gestoßen,
Es kommt immer darauf an, was Du punzieren möchtest. Am besten eignet sich vegetabil gegerbtes Blankleder in der Stärke von 3-4mm. Wichtig ist, dass das Leder nicht so stark gefettet ist und nicht wasserresistent ist. Es muss also Wasser aufnehmen können und darf nicht eingefärbt sein. Färben kann man erst nach dem Punzieren.
Wenn Du ein Buch mit Leder einbinden möchtest, solltest Du ebenfalls Blankleder nehmen in der Stärke von 1-1,5 mm. Auch dieses dünne Leder lässt sich noch punzieren; natürlich muß man wesentlich vorsichtiger beim Schneiden und beim Herunterklopfen der Ränder vorgehen. Aber ich versichere Dir, mit einem bisschen Übung kann man hervorragende Resultate erzielen.
Was das Punzieren selbst anbetrifft:
Zuerst stellt man ein Muster her, dass auf Pergamentpapier aufgezeichnet wird.
Dann wird das Muster auf das gewässerte (nicht tropfnasse) Leder im Durchpausverfahren übertragen. Dann werden die Konturen mittels eines Drehmessers (Swivel-Knive) ausgeschnitten und dann die Konturen mit einem sogenannten Abschrägers runtergeklopft. Zusätzlich werden Verzierungen nach Bedarf angebracht und ggf. der Hintergrund mattiert.
Wenn man alles richtig gemacht hat, bleibt das Lob mit Sicherheit nicht aus.
Gruß Detlef Wilhelm
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