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Leder Information
Leder ist ein Werkstoff, der durch das Gerben von Häuten und Fellen unter Erhaltung der gewachsenen Fasern in Ihrer natürlichen Verflechtung hergestellt ist.
  • Aufteilung einer Lederhaut
  • Flächenmessung einer Lederhaut
  • Gerbstoffe
  • vegetabile Gerbung
  • Geschichte der Lederherstellung
  • Frische abgezogene Häute salzen (Salzkonservierung)
  • Stationen der Lederherstellung
  • Ledereinkauf
  • Lederlagerung
  • Lederpflege
  • Millkorn
  • Craquelé Stil
  • Teilstücke einer Lederhaut
    Leder ist ein gewachsenes Material, kommt nicht von der Rolle. Jedes Stück ist anders, die Grössenangaben beziehen sich auf Durchschnittsmasse des jeweiligen Artikels. Es sind durchaus Toleranzen von ± 30% normal. Daher werden die Preise nur relativ, also z. B. 39,00 €/m² angegeben. Der exakte Preis kann nur für jedes einzelne Stück separat angegeben werden.

    Aufteilung einer Lederhaut

    Aufteilung einer Lederhaut

    Der Croupon ist der stärkste und hochwertigste Teil einer Haut.

    Das Halsstück ist an seinen Halsriefen erkennbar.

    Die Flanken haben eine lockere Hautstruktur. Sie sind nicht ganz so fest wie der Croupon.

    Flächenmessung einer Lederhaut
    Leder wird nach der Fertigstellung über Fotozellen oder auch mechanisch gemessen. Das Mass wird auf der Rückseite in m² bzw. dm² oder in qfs (squarefeets = Quadratfuss) aufgedruckt.
    • 1 m² = 100 dm² = 10,76 qfs (squarefeet)
    • 1 qfs = 0,0929 m²  =  30,48 cm x 30,48 cm
    Gerbstoffe
    werden eingesetzt zum Haltbarmachen der tierischen Haut.
    Unterschiedliche Gerbmittel werden verwendet, um individuelle Ergebnisse zu erzielen und um Kundenwünschen entgegenzukommen.
    Es gibt eine Vielzahl von Gerbstoffen. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen mineralischen und vegetabilen (Natur-) Gerbstoffen.
    Chemisch hergestellte Gerbstoffe sind den in der Natur vorkommenden nachempfunden worden. Durch diese Technik wurde es möglich, ausreichende Mengen an Gerbstoffen für den heutigen Bedarf herzustellen.

    Chromsalze
    85% des gebräuchlichen Leders werden seit über 30 Jahren mit der bewährten Chromgerbung hergestellt. Chromgegerbte Felle sind nicht permanent waschbar und nicht schweissbeständig. Die heutzutage verwendeten 3-wertigen Chromverbindungen sind unschädlich.

    Alaun
    Die Alaun- oder Weissgerbung ist eines der ältesten Gerbverfahren. Der Gerbstoff setzt sich im wesentlichen aus Aluminiumsulfat und Kochsalz zusammen. Alaungegerbte Felle sind kaum waschbar und es wird heute noch sehr selten eingesetzt.

    Relugan GT 50 (Warenzeichen der BASF AG)
    Der Gerbstoff Relugan GT 50 ist ein Glutardialdehyd-Gerbstoff und hat als besondere Eigenschaft die permanente Waschfähigkeit und Schweissbeständigkeit des Leders. Es wirkt weichmachend und füllend beim Leder sowie stabilisierend bei Pelzfellen. Die besondere Eigenschaft ermöglicht auch den Einsatz im medizinischen Bereich. Dadurch ergab sich im Laufe der Zeit die Bezeichnung: Das medizinische Lamm- bzw. Schaffell. Das Leder hat eine goldgelbe Farbe.
    vegetabile Gerbung
    Die vegetabilen Leder (pflanzlich gegerbte Leder) werden nach tradtionellem Ablauf in der Grube gegerbt.

    Diese hochwertigen Leder sind nach geeigneten ökologischen Grundsätzen und Verfahren hergestellt. Die ganzheitliche Betrachtung des Lebenszyklus eines Produktes steht hier im Vordergrund, d.h. ressourcenschonende Herstellung, lange Lebensdauer und umweltschonende Verwertungsmöglichkeit.

    Das LEDERHAUS garantiert, dass alle vegetabilen Leder nach folgenden Bedingungen gefertigt werden:


    Leder bearbeiten - Gerbstoffe

    Pflanzliche Gerbstoffe
    • Mimosa: Ein Rindengerbstoff, stammt von der schwarzen Akazie aus Australien und Afrika, wird plantagenmässig angebaut, mit einem hohen Gehalt an Gerbstoffen.
    • Quebracho: Ein Holzgerbstoff, der ebenfalls sehr ergiebig ist und bei vielen Lederarten eingesetzt wird. Quebracho wächst in Ebenen bei mittl. Tagestemperaturen von ca. 24 - 28 °C .
    • Kastanie: Ein Holzgerbstoff der Edelkastanie aus Frankreich und Italien.
    • Tara: Ein Fruchtgerbstoff des Tarastrauches der vornehmlich in Peru und Indien wächst, Verwendung finden die Hülsen der Früchte.

    Absolut chromfrei
    Es werden weder irgendwelche chromhaltigen Produkte eingesetzt, noch kommen Leder im Laufe der Produktion mit chromhaltigen Stoffen (hier sind insbesondere Chromreste in Gerb- oder Färbefässern gemeint) in Verbindung.

    Verzicht auf Weichmacher
    Es wird völlig auf den Einsatz von Glutardialdehyd und anderen/ähnlichen Aldehyden verzichtet, um Weichheit und Fülle des Leders zu erreichen.

    Schwermetallfreie Färbung
    Die eingesetzten Farbstoffe entsprechen der 3. Verordnung zur Änderung der Bedarfsgegenständeverordnung vom 16.12.94 .

    PCP-frei, kompostierbar
    Entsprechend den Vorgaben der PCP-Verbotsordnung, daher auch rückstandslos kompostierbar.

    Lederarten
    Die jeweiligen Lederarten können im Prinzip aus jedem Fell hergestellt werden. Welche Lederart entsteht, hängt hauptsächlich vom vorgegebenen Produktionsprozess ab.
    Blankleder ist klassisch rein vegetabil (pflanzlich) und hauptsächlich in Gruben gegerbt. Es kommen nur Kuhhäute (keine Bullen sowie andere Tierhäute) zum Einsatz. Daraus resultiert eine gleichmässige Stellung der Haut (Faserstruktur, Dicke) über die gesamte Fläche. Das Blankleder hat einen etwas geringeren Fettgehalt von 5 - 11%, es ist nicht so weich wie Bekleidungsleder.

    Nubuk hat eine weiche, offene Oberfläche und ist samtartig sowie kurz geschliffen. Es kann unterschiedlich hell und dunkel aussehen wenn z. B. mit der Hand darüber gestrichen wird.
    br>Anilin überzeugt durch seine weiche hautähnliche Oberfläche mit durchsichtiger Schutzschicht und ist dabei angenehm im Griff. Jede Pore ist sichtbar und fühlbar, sehr hochwertiges Leder und vom Aussehen edel und matt, abwaschbar.

    Semi-Anilin liegt zwischen Anilin und Nappa, die Vorzüge beider Ledersorten sind vereint.

    Nappa wird auch Glattleder (siehe bei Möbelledern: Rindnappaleder) genannt. Seine Oberfläche ist zugerichtet, dadurch sind die Poren verschlossen. Oft sind Strukturen durch Prägung nachempfunden. Von Vorteil: besonders abweisend gegen Feuchtigkeit und Verschmutzung.

    Velour wird auch als "Wildleder" bezeichnet. Es wirkt durch seine langfaserige Oberfläche mit weichem Griff.

    Volleder ist ungespaltenes dickes Leder mit der Lederschicht Oberleder und der Lederschicht der Fleischseite.
    Geschichte der Lederherstellung
    Tierische Häute und Felle wurden schon in der Vorgeschichte der Zivilisation auf primitive Weise präpariert und so für die jeweilige Anwendung ( z. B. Bekleidung ) nutzbar gemacht.
    Die Verarbeitung der Tierhäute zu Leder mit Hilfe von Gerbstoffen ist den Menschen aus der Altsteinzeit (ca. 8000 v.Chr.) bekannt. Es gilt als sicher, dass die Fettgerbung (Sämischgerbung) schon in der Jungsteinzeit (ca. 6000 v.Chr.) angewendet wurde. Auch die Rauchgerbung über dem Feuer und die mineralische Gerbung mit Alaun (Weissgerbung) dürften sehr alte Gerbarten sein. Das Gerben mit pflanzlichen Mitteln (vegetablie Gerbung) ist seit der Bronzezeit ( ca. 2000 v.Chr. ) nachweisbar, wobei hauptsächlich die Rinde von Eichen und Buchen als Gerbmittel verwendet wurden. Diese Lohgerbung wurde traditionell im Mittelalter angewandt. Aus diesen Anfängen entwickelte sich mit fortschreitender Zivilisation und Wissenschaft ein Handwerk und später ein Industriezweig.

    Seit 1900 ist die Chromgerbung mit Chromsalzen die wichtigste Gerbmethode, da sie eine kürzere Laufzeit hat als die Lohgerbung, die sich bis zu 15 Monaten hinziehen kann.
    Nach dem Gerben lässt sich an Hand der Farbe des Leders, vor der eigentlichen Färbung, die Gerbart erkennen.
    Die Lohgerbung ist bräunlich, die Sämischgerbung gelblich, die Alaungerbung fast weiß und die Chromgerbung silbergrau.

    Durch besondere Gerbung und Zurichtung werden die Leder je nach  ihrer späteren Verwendung zu verschiedenen Produkten gefertigt. Schuhsohlen bedürfen z. B. anderer Eigenschaften als Leder für Möbel, Bekleidung, Handschuhe, Bucheinbände und Kleinlederwaren.
    Frische abgezogene Häute salzen (Salzkonservierung)
    Frisch abgezogene Felle können mit Salz konserviert werden. Dies ist eine gängige Methode für längere Transportwege oder wenn die Rohware nicht innerhalb von kürzester Zeit in einer Gerberei angeliefert wird.
    Wichtig: Frühzeitig nach dem Ausbluten und Abkühlen der Haut wird diese mit 25 - 50% Kochsalz, bezogen auf das Gewicht der abgezogenen Haut, auf der Fleischseite eingestreut. Das Salz wirkt entwässernd, konservierend und hemmt das Bakterienwachstum. Somit ist eine kühle Lagerung von einigen Tagen möglich.
    Merke: Zuwenig Salz ist schlimmer als gar kein Salz.
    Stationen der Lederherstellung
    Die Lederherstellung ist ein komplexer technologischer Prozess der in unterschiedlichen Schritten durchgeführt wird.
    Lagern und Sortieren

    Die konservierte Rohware wird in gekühlten Räumen gelagert, die Qualität vor der Einarbeitung kontrolliert und sortiert.
    Weichen

    Durch das Weichen wird die Rohware von Schmutz und Salzen befreit.

    Entfleischen

    Bei diesem Arbeitsgang werden Gewebe-, Fleisch- und Fettreste mit scharfen Messerwalzen entfernt.

    Traditionelles Entfleischen mit dem Scherdegen auf dem Gerberbaum.

    entfleischen auf dem Gerberbaum

    Äschern

    Durch Zugabe von Kalk und Schwefelverbindungen lösen sich im Äscher die Haare vom Fell.

    Beizen, Pickeln, Gerben

    Beim Beizen und Pickeln wird das Fell mit Säure und Salz für die Gerbung aufbereitet. Während des Gerbens nehmen die Hautfasern die Gerbstoffe auf. Nun ist aus dem Fell Leder geworden.

    Abwelken

    Die nassen Leder werden mit Walzentechnik entwässert.

    Spalten
    Um ein gleichmäßig dickes Narbenleder von bestimmter Stärke zu erhalten, wird das Leder gespalten. Die Lederhaut wird waagerecht geteilt durch Führen gegen ein maschinell umlaufendes Messer. Vergleichbar mit dem Prinzip der Bandsäge.

    Oberleder
    Die Narbenseite wird durch Bearbeitung auf die erforderliche Stärke gebracht und ist dann für Sattler-, Polster- und Täschnerwaren geeignet. Bei den dickeren Ledern sind noch alle Schichten des Leders vorhanden. Diese Leder wurden auch zu historischen Zeiten eingesetzt, z. B. im Bereich Rüstschutz. Weiterhin finden Oberleder Verwendung für hochwertige Bekleidungs- und Möbelleder.
    Spaltleder
    Die Fleischseite ist von geringerer Reissfestigkeit und wird zu Velour, Wildleder, oder auch zu stark zugerichteten, einfachen Ledern verarbeitet.

    Falzen

    Das Narbenleder wird auf eine gleichmäßige Stärke gebracht, Unebenheiten auf der Rückseite entfernt. Im Anschluss wird das Leder dann zu einzelnen Färbepartien zusammengestellt.

    Neutralisation, Füllen, Färben und Fetten

    Die aus der Gerbung stammende Säure wird nun neutralisiert. Es folgen, je nach Ledertyp, eine Füllung und das Färben mit Farbstoffen. Durch Zusatz von Fetten wird die für das Fertigleder geforderte Weichheit erzielt.

    Trocknen

    Zwei Methoden werden zum Trocknen der Leder angewandt: das Vakuumtrocknen, bei dem die Feuchtigkeit abgesaugt wird, und das Hängetrocknen bei dem das Leder durch Trocknungsöfen gefahren wird.

    Stollen

    Um das Leder nach dem Trocknen weich zu machen, wird es maschinell gestollt und in weiteren Arbeitsgängen für die Zurichtung vorbereitet.

    Zurichten
    Nach der Gerbung ist das Leder noch nicht gebrauchsfähig. Es muss noch einige Arbeitsgänge durchlaufen, die je nach Art und Verwendungszweck des Leders verschieden sind. Alle Arbeiten, die nach der Gerbung am Leder vorgenommen werden, bezeichnet man als Zurichten.

    Die Zurichtung erfüllt folgenden Zweck:
    A.  Schutz der Lederoberfläche gegen chemische und mechanische Einflüsse.
    B.  Gleichmässige Farbe und Glanz über die ganze Fläche
    C.  Besondere optische und griffliche Eigenschaften
    D.  Steigerung des Gebrauchwertes des Leders

    Damit erhält das Leder durch die abschließende Oberflächenbehandlung sein endgültiges Aussehen. Mit Grundieren, Farbauftrag, Appretieren, Pressen und Bügeln wird dem Leder, je nach den modischen Anforderungen, eine glänzende oder matte, ein- oder mehrfarbige, glatte oder genarbte Oberfläche gegeben.
    Die Kunst des Zurichten besteht darin, auf das Leder hauchdünne Schichten aufzubringen, ohne dass die Optik und die geschätzten Natureigensschaften, wie Geschmeidigkeit und Atmungsfähigkeit beeinträchtigt werden.
    Vermessen, Verpacken

    Die Leder werden nun noch elektronisch vermessen, verpackt und gehen in den Verkauf.

    Ledereinkauf
    Unsere Leder stammen aus Deutschland sowie aus Betrieben die allen gesetzlichen Auflagen gerecht werden.
    Alle Leder werden von uns auch durch die Kenntnis der jeweils eingesetzten Produktionstechnologie schon beim Einkauf ausgesucht.
    Qualitätsvorgaben

    • PCP - Gehalt max. 5 mg/Kg gemäß der Pentachlorphenolverordnung der BRD.
    • Kein Chrom-VI Gehalt.
    • Keine AZO-Farbstoffe gem. der 3. Verordnung zur Änderung der Bedarfsgegenständeverordnung vom 16.12.94.
    • Bei naturbelassenen Ledern ist eine Abfärbung nicht ausgeschlossen.
    • Autoleder, Motorradleder und Möbelleder erfüllen die Anforderungen auf Lichtechtheit,
      Reibechtheit, Dauerbiegeprüfung entspr. der DIN-Normen.
    • Vegetabile Leder sind ausschliesslich mit pflanzlichen Gerbstoffen produziert.
    Lederlagerung
    Die wichtigsten Ledereigenschaften wie Elastizität, Weichheit und Biegefähigkeit, sind an einen gewissen Feuchtigkeitsgehalt des Leders gebunden. Es ist daher angebracht, die Lederartikel bzw. das fertige Leder sachgemäss zu lagern.
    Dies sollte in kühlen, nicht zu trockenen, luftigen Räumen bei gleichmässiger Temperatur von etwa 10° - 15° C und einer relativen Luftfeuchtigkeit zwischen 50 - 75 % erfolgen. Wenn die Feuchtigkeit zu stark absinkt, werden die Leder spröde und härter. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit besteht die Gefahr der Stockflecken und der Schimmelbildung.
    Schimmelfleckenentfernung: Trockenes Ausbürsten und Abreiben mit desinfizierenden Lösungen.
    Auch direkte Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden, Gefahr von Ausbleichen der Farbstoffe, Verfärbung von pflanzlich gegerbtem Leder, oder Fettausschläge durch Temperaturerhöhung sind möglich.
    Eine sachgemässe Lagerung kann in Schränken oder Regalen durchgeführt werden, wobei der unterste Regalboden ca. 10 cm vom Fussboden entfernt sein und das Leder nicht höher als 1 m gestapelt werden sollte.
    Lederpflege
    Die Aufgabe einer sachgemäßen Lederpflege ist es, die günstigen Eigenschaften der Leder im Gebrauch möglichst lange zu erhalten.
    Man unterscheidet zwei Gruppen von Lederpflegemitten:

    a) mit Oberflächenwirkung
    Lederwaren und Schuhe werden mit Schuhcreme oder Wachsemulisonen gepflegt, dies sind typische Pflegemittel mit Oberflächenwirkung. Diese Produkte verschönen die Lederoberfläche und schützen vor Verunreinigungen.

    b) mit Tiefenwirkung
    Zu den Lederpflegemitteln mit Tiefenwirkung gehören die Lederöle und Fette. Diese haben den Zweck, dem Leder seine weiche und geschmeidige Beschaffenheit zu erhalten und verbessern die Wasserdichtigkeit.

    1. Pflege von Rauhleder ( Wild- Velour - Nubukleder)
    Hier verwendet man keine Fette und Wachse, diese neigen zum Verkleben der Oberfläche.
    Rauhleder werden zum Entfernen von Schmutz oder speckigen Stellen mit einer feinen Bürste oder auch Sandpapier bzw. Schleifvlies behandelt. Eine Imprägnierung aus Sprühdosen ist empfehlenswert.

    2. Pflege von Nappaleder (glatte Oberfläche)
    Je nach Bedarf sollte die Lederoberfläche vorsichtig mit einem neutralen Waschmittel gereinigt werden. Ein Durchfeuchten des Leders ist zu vermeiden. Nach dem Trocken bei normaler Zimmertemperatur cremt man das Leder mit einer Lederpflegemilch ein und poliert es mit einem Tuch nach.
    Ist Ihr Lieblingskleidungsstück trotz aller Sorgfalt unansehnlich geworden, bringen Sie es in eine Spezialreinigungsanstalt für Lederbekleidung. Hier wird es entsprechend fachmännisch gereinigt, imprägniert und durch farbliche Tönungen wieder aufgefrischt.
    Millkorn
    Millkorn ist die Oberflächenstruktur einer Lederhaut.
    Jedes Leder hat ursprünglich die natürlichen feinen Hautfalten. Man kann diese in der Produktion herausarbeiten. Das Leder wird während der Produktion weich gemacht und rotiert dann einige Zeit im sogenannten Millfass. Man kann sich das vorstellen wie einen Wäschetrockner ohne Luft- und Wärmezufuhr. Durch das weiche Fallen der Leder werden seine natürlichen kleinen Falten noch verstärkt. Dann spricht man vom "markanten Millkorn".
    Craquelé Stil
    Craquelé-Bildung zur künstlichen Alterung der Lederoberfläche
    Stilmittel: Für Leder ist die Craquelé-Bildung oder das Krakelieren durchaus ein Gestaltungsmittel, um eine künstliche Alterung zu erzeugen. Hierzu wird die Zurichtung entsprechend mit Mitteln versehen, wodurch bereits beim Trocknen Strukturen entstehen, so dass eine zerrissene Oberfläche simuliert wird.
    Bearbeitung: Stefan Giese

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